Camp Anticapitalista – vorübergehend geschlossen, die Fundsachenstelle macht auf

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campweiserSonntag 19 Uhr. So wie wir nur wenige Tage Zeit hatten, das Camp aufzubauen, gelang es – dank vieler helfender Hände – das Camp in rekordverdächtiger Geschwindigkeit innerhalb eines Tages wieder abzubauen, alle verstreuten Utensilien einzusammeln und die Wiese freizugeben. Schon Nachmittags mischte sich die allgemeine sonntägliche Nutzung des Geländes (Sonnenbaden und Grillen) mit den Letzten, die ihr Zelt zusammen packten. Abends hatten wir es weitgehend geschafft und alles Material abtransportiert – so dass niemand von der Camp AG / NoTroika eine weitere Nacht dort Schutz machen musste.
Montag 16 Uhr. Unser letzter Handschlag auf dem Rebstock-Gelände ist getan: das Holz der Waschstrasse ist abtransportiert. Das Gelände sieht so aus, als wenn es dort nie ein Camp Anticapitalista gegeben hätte. Aber das täuscht: Wir kommen wieder!

Vermisstes & Fundsachen:
Einiges ist liegen geblieben, was jetzt vielleicht bei euch schmerzlich vermisst wird; anderes, weil es so schön bequem ist, es andere entsorgen zu lassen. Wir haben alles, was wir nicht zu ordnen konnten, was brauchbar und nützlich ist, zusammengetragen, werden es sichten und erstmal aufbewahren. Wenn ihr etwas vermisst, schreibt uns: camp@notroika.org. Bitte möglichst mit genauer und eindeutiger Beschreibung des vermissten Gegenstandes. Wofür sich innerhalb der nächsten drei Monate niemand meldet, werden wir, wenn es dafür taugt, dem Fundus für das nächste Camp zu fügen.
Ihr könnt euch aber vielleicht auch melden, wenn ihr nicht etwas vermisst, sondern „zuviel“ habt, versehentlich eingepackt, vertauscht usw habt. Denn wir vermissen z.B. auch zahlreiches Werkzeug und anderes, was wir zur Verfügung stellten: von Kabeltrommeln, Verlängerungskabeln, Werkzeug, Akkuschraubern bis zu Biertischgarnituren.

Verlorene und/oder abgenommene Gegenstände bei der Demo bzw. im Kessel: Bei uns im Camp wurden nach der Demo keine Fundsachen aus dieser Situation abgegeben. Wir wissen auch von keiner anderen Blockupy-Struktur in Frankfurt, wo Fundsachen abgegeben wurden. Vielleicht hilft ein Anruf beim Fundbüro des Ordnungsamts (+49 (0)69 212 42403, +49 (0)69 212 42504) oder per eMail: fundbuero.amt32@stadt-frankfurt.de. Von anderen Behörden aufgefundene Gegenstände landen dort aber erst nach 10-14 Tagen.

Kosten & Spenden:
Es ist zu früh, hier schon definitives zu dem Bereich Camp zu sagen. Das Camp wurde nicht aus der Blockupy-Bündniskasse vorfinanziert, sondern durch den G8-Campfonds, Libertad! und Aktiven aus der Camp-AG. Notwendige Kautionen stellten Aktive aus Die Linke und Libertad!. Dafür bedanken wir uns – und wir gehen davon aus, dass alle ihr vorgeschossenes Geld zurück kriegen. Viele, die das Camp nutzten, sahen die Notwendigkeit, mittels Camp-Tickets und Spenden dazu beizutragen, dass wir nicht auf Schulden sitzen bleiben. Viele aber auch nicht – oder vergaßen es in der Hektik des Aufbruchs. Für alle, die es nachholen wollen, hier die Kontodaten:

  • Libertad!, Konto: 8020068500, GLS Gemeinschaftsbank (BLZ 43060967), Zweck: Camp
    IBAN: DE64430609678020068500, Papierform: DE64 4306 0967 8020 0685 00, Die BIC ist GENO DE M 1 GLS

Sobald wir alles zusammen getragen, alle Auslagen ersetzt und Rechnungen beglichen haben, werden wir einen Kassenbericht veröffentlichen.

Lob, Kritik & Anregungen:
Vielleicht waren wir in den Tagen auf einem Ohr taub und haben nur das für uns angenehme gehört. Was wir hörten, freut uns und geben es gerne zurück. Bei allen, die mitgemacht haben, an unzähligen Ecken und Enden mitgewirkt haben, möchten wir uns bedanken. Auch wenn trotzdem noch vieles prekär war, auch wenn wir uns mehr Initiative und Beteiligung wünschten… wir haben es zusammen gewuppt. So wie wir in den Aktionstagen und auf der Demo zusammenstanden und uns nicht spalten ließen, schafft diese Solidarität gute Bedingungen für Blockupy 2014. Wir werden dabei sein.

camp@notroika.org
netzwerk@notroika.org
http://notroika.org/camp