Blockupy im Herbst: Nicht warten – die Agenda setzen!

„Austerity kills!“ gilt weiterhin, die Herrschenden verschärfen ihre – softer verpackten – Strukturprogramme, während Mobilisierung schwierig bleibt. So hat sich Blockupy zurückgemeldet und versucht eine europaweite Plattform gemeinsamer Praxis gegen die Austeritätspolitik, für grenzüberschreitende Solidarität zu werden. Für Juli waren massive Protesten zum Turiner EU-Gipfel gegen Jugendarbeitslosigkeit geplant, Ende des Jahres die Blockade der EZB-Eröffnungsfeier. Beides wurde nun „von oben“ verschoben. Wären wir nicht Realist_innen, würden wir vermuten: nur unseretwegen..

Wir werden aber nicht auf irgendwelche Termine der Herrschenden warten, sondern weiterhin unsere Agenda selbst setzen – so haben es nun die europaweite Blockupy coordinating group und die Spektren, AGs und Regionalbündnisse im Blockupy-KoKreis beschlossn. Es wird ein bundesweites Aktiventreffen und ein europaweites Netzwerktreffen im September geben, möglichst auch einen europaweiten Aktionstag im Oktober (machbar und bewusst nicht vergleichbar mit dem Mai). Und natürlich, da hilft keine Verschiebung, auch die EZB-Blockade, nun vermutlich Anfang 2015.

Neu ist: Für etwa Ende November planen wir ein transnationales „Blockupy-Festival“ (Arbeitstitel) in Frankfurt. Das ist der ursprüngliche Gegengipfel, nun aber mit Schwerpunkt der Entwicklung gemeinsamer inhaltlicher und Aktionsschwerpunkte über die EZB-(Nicht)eröffnung hinaus, mit der Stadt als Spielraum eines inspirierenden Festivals – und mit einem deutlich aktionistischen Schwerpunkt gegen den zufälligerweise genau dann beginnenden Umzug der EZB in ihr neues Domizil. Dafür starten die Blockupy-AGs jetzt ihre Arbeit – seid dabei!

Wir sehen uns bei den Aktiventreffen, in den AGs und auf den Plätzen! Blockupy – Solidarity beyond Borders – geht weiter.

Der Blockupy-Koordinierungskreis (3.7.2014)