PM: Blockupy-Festival startet in einer Woche mit internationalen Gästen

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Pressemitteilung
Blockupy-Bündnis
14. November 2014

  • internationale Gäste aus ganz Europa für inhaltlichen Austausch erwartet
  • zwei hochkarätige Podiumsdiskusionen mit deutsch/englisch Simultanübersetzung

Unter dem Motto, „#talk #dance #act – Runter vom Balkon!” haben sich internationale Gäste aus ganz Europa zum Blockupy-Festival vom 20. Bis 23. November angekündigt. Das Blockupy Festival bietet Raum für strategische Debatten und einen inhaltlichen Austausch.

In verschiedenen Arbeitsgruppen wird auch über die weitere „Tag X“- Mobilisierung für die Proteste bei der EZB-Eröffnungsfeier Anfang 2015 gesprochen. Der Widerstand gegen die Verarmungspolitik in Europa bleibt weiterhin aktuell. Dazu Malte Fiedler, vom Blockupy-Bündnis „Als breites Bündnis wird Blockupy sich auch nach den Protesten gegen die Eröffnungsfeier der EZB nicht zurücklehnen. Wir werden uns zunehmend international vernetzen und damit unsere Kritik an der herrschenden Politik auf die Strasse tragen.“

Am Donnerstag, dem 20. November um 20:00 Uhr beginnt das Festival im DGB-Haus Frankfurt in der Wilhelm Leuschner Strasse. Ausgehend von den Platzbesetzungen im Jahr 2011 erleben Länder wie Spanien und Griechenland seit Jahren einen neuen Aufschwung linker Bewegungen. Dominierte in den Jahren davor vor allem die gesellschaftliche
Kreativität und soziale Zusammensetzung das mediale Bild des Widerstands, so stehen heute linke Parteien und Zusammenschlüsse wie Syriza und Podemos im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Wir wollen ins Gespräch darüber
kommen, ob es eine transnationale politische Strategie zwischen Bewegung, Parlament und Regierung geben kann und wie sie auszusehen hätte.
Unter dem Titel „Die Macht und ihre Plätze – Streifzüge durch ein linkes Europa“ wird mit einem kurzen Vortrag von Costas Douzinas von der „University of London“ das Thema eröffnet. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion sind Andrea Ypsilanti (Institut Solidarische Moderne) und Sandro Mezzadra (Euronomade) zu Gast.

Am Freitag, dem 21. November ebenfalls um 20:00 Uhr gibt es eine weitere Podiumsdiskussion. Diesmal trifft man sich am Sachsenhäuser Ufer im „Haus der Jugend“ Europa steht möglicherweise gerade vor der dritten Rezession in sieben Jahren; die humanitäre Krise im Süden Europas ist dramatisch. Unter dem Titel „Sieben Jahre Krise in Europa – Kontroverse Erklärungen und Perspektiven“ diskutieren Ulrike Herrmann, Autorin des Buches „Der Sieg des Kapitals“, und Jannis Milios, Professor für Politische Ökonomie an der Technischen Universität Athen und Verantwortlicher für Wirtschaftspolitik bei SYRIZA über die Gründe für die außergewöhnliche Dauer und Wege aus der Krise.

Beide Veranstaltungen werden simultan in Deutsch und Englisch übersetzt.