Kommt zahlreich zu BLOCKUPY FRANKFURT am 31. Mai und 1. Juni 2013!

Blockupy in Brüssel

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

Aufruf von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern

Die sogenannte „Euro-Krise“ wird von den wirtschaftlichen und politischen Eliten dazu genutzt, um eine neue Welle des neoliberalen Umbaus voranzutreiben. In vielen Ländern Europas finden Massenentlassungen im öffentlichen Dienst statt. Das Renteneintrittsalter wird heraufgesetzt, die Arbeitslosenversicherung beschnitten und öffentliches Eigentum weiter privatisiert. Mindestlöhne werden gesenkt, Tarifverträge und der Kündigungsschutz ausgehebelt. In Griechenland wurden der Kündigungsschutz und die Tarifverträge praktisch aufgehoben, die Löhne sollen so lange sinken, bis die „Wettbewerbsfähigkeit“ der Unternehmen wieder hergestellt ist. Das Gesundheitssystem wurde kaputtgespart.

Die neoliberale Kürzungspolitik in Europa will die Krise durch Verarmung in Südeuropa und eine neue Welle von Lohn- und Sozialdumpings in der gesamten EU überwinden. Die deutsche Agenda 2010 wird dabei zum „Vorbild“ (Merkel) für die Durchsetzung von Lohnsenkungen, Sozialabbau und Privatisierungen in ganz Europa erklärt. Das schwächt auch unsere Rechte als Beschäftigte, als aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Deutschland! Über Kostensenkungen in den Betrieben, Schuldenbremsen und absehbare Kürzungspolitik wird der Druck auf die Löhne, Arbeitsbedingungen und die öffentliche Daseinsvorsorge auch hierzulande erhöht.

Wir wissen schon lange, dass die „Rettungspakete“ nur die Gläubiger retten und nicht die Bevölkerungen der südeuropäischen Länder. Wir wissen, dass die Gelder aus dem ESM nur dazu dienen, die Zahlungsfähigkeit für die Staatsschulden zu erhalten, die Macht der Vermögensbesitzer auf den Finanzmärkten wird nicht in Frage gestellt! Wir wissen auch, dass wirtschaftspolitisch keine nennenswerten Kursänderungen stattgefunden haben und die Vermögen einiger Weniger weiter wachsen, während sich Lebensbedingungen für Millionen verschlechtern und sich die öffentlichen Haushalte massiv verschulden.

Damit sich das ändert, streiken und demonstrieren die Menschen in Europa. Damit sich das ändert, schaffen Sie Räume auf Plätzen, in Betrieben, in Gewerkschaftshäusern und an Universitäten und diskutieren über Alternativen. Sie leben praktische inklusive Solidarität und suchen an vielen Orten aktiv nach einer gemeinsamen, solidarischen Perspektive für Alle! Das brauchen wir, um den neoliberalen Durchmarsch zu stoppen und Alternativen zu entwickeln! Ihnen gilt unsere praktische Solidarität!

Unsere Solidarität gilt auch den Beschäftigten im Handel, wo die Arbeitgeber alle Tarifverträge gekündigt haben und sich für massive Verschlechterung der Arbeits- und Entlohnungsbedingungen einsetzen. Sie gilt den Millionen von Leih- und Wanderarbeitern, die grenzüberschreitend beispielsweise in Billigjobs bei Amazon und im gesamten europäischen Niedriglohnsektor für ihr Überleben kämpfen. Sie gilt ebenso den Beschäftigten im öffentlichen Dienst, den Lehrern und BildungsarbeiterInnen, die in den momentan stattfindenden Tarifauseinandersetzungen zu Recht höhere Löhne fordern.

Wir sagen NEIN zur Krisenpolitik der Bundesregierung und der Troika! Wir sagen NEIN zu einem Europa der Banken und Konzerne! Wir rufen dazu auf, sich an den geplanten Krisenprotesten in Deutschland zu beteiligen: Kommt zahlreich zu BLOCKUPY FRANKFURT am 31. Mai und 1. Juni 2013!

Gewerkschaftsaufruf für Blockupy, verabschiedet bei der Konferenz „Erneuerung durch Streik“ der Rosa Luxemburg Stiftung und Ver.di Stuttgart

Als .pdf: Gewerkschaftsaufruf für Blockupy

Der Aufruf wird unterstützt von:

Name Vorname Funktion Gewerkschaft
Arndt Norbert Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Bochum – Herne
Artus Kersten Linksfraktion Hamburg ver.di
Balke Karin ver.di
Bartholomäus Jasmin Gewerkschaftssekretärin ver.di Stuttgart
Bidmon Heiner Politischer Sekretär Reutlingen Tübingen IG Metall
Bierbaum Christiane aktive Rentnerin ver.di Hannover
Born Helmut Betriebsratsvorsitzender und Mitglied im Landesbezirksvorstand ver.di NRW
Candeias Mario Co-Direktor des Instituts für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung ver.di
Conrads Anna Gewerkschaftssekretärin ver.di Mülheim-Oberhausen
Dallmann Florian Gewerkschaftssekretär ver.di Nordhessen
de Vries Jan ver.di Niedersachsen/Bremen
Drews Marian Jugendsekretär ver.di Jugend Bezirk Hannover
Duschek Jan Gewerkschaftssekretär ver.di
Elwing Frederico Ortsvorstand ver.di Bezirk Fils-Neckar-Alb
Fütterer Michael ver.di Darmstadt
Garbe Ivo Gewerkschaftssekretär ver.di Baden-Württemberg
Garchow René IG Metall
Gebecke Christiane ver.di
Gehling Markus IG Metall
Gehrke Bernd Teamer ver.di Berlin
Glatt Hariolf stellv. Vorsitzender des Ortsvereins und der Fachgruppe Erwerbslose ver.di Bezirk Fils-Neckar-Alb
Gleiss Thies IG Metall
Görg Anja Bildungsreferentin ver.di Bildungswerk
Grünefeld Jörg ver.di
Günther Wolfgang Gewerkschaftssekretär ver.di Südhessen
Hägele Cuno Bezirksgeschäftsführer ver.di Stuttgart
Hänisch Stefanie ver.di Frankfurt am Main
Harde Christian ver.di Tübingen
Haustermann Kornelia ver.di Weser-Ems
Hentschel Karl H. ver.di Hannover
Hill Katja Gewerkschaftssekretärin ver.di Hannover
Hoffmeier Christoph ver.di
Höpfner Wolfgang ver.di
Hourani Christa Betriebsrätin und Vertrauensleute Daimler AG IG Metall
Huckenbeck Kirsten Redakteurin Express ver.di
Jaedicke Julian Gewerkschaftssekretär ver.di Mittelhessen
Janus Michael Jugendsekretär Baden-Württemberg ver.di
Kappler Marc Gewerkschaftssekretär ver.di Stuttgart
Karger Willi IG Metall
Koberg Christian Fachbereichsvorstand Besondere Dienstleistungen Nord und Bundesfachgruppenvorstand Foccus ver.di Nord
Kollatsch Jelca Ehrenamtliche und Studentin ver.di
Körner Benjamin Bezirksvorstand ver.di Münsterland
Krämer Ralf Gewerkschaftssekretär ver.di
Krüger Andreas EVG (Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft)
Langer Heiko aktiv in der Jugend ver.di Frankfurt am Main
Lebuhn Jonas Jugendsekretär in Einarbeitung ver.di Weser-Ems
Lobach Eric Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Emscher-Lippe Nord
Ludwig Isolde Bildungsreferentin ver.di
Manuel Björn Jugendbildungsreferent ver.di Mittelhessen
Matrai David Gewerkschaftssekretär ver.di Hannover
Moll Gertrud DGB Nord-Süd-Netz IG Metall
Nagel Jochen Vorsitzender GEW Hessen ver.di
Neunzig Mila Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Deutscher Bundestag ver.di
Niekamp Julia Gewerkschaftssekretärin ver.di Braunschweig
Orbach Jan Gewerkschaftssekretär ver.di Hannover
Packhäuser Tobias Jugendsekretär in Einarbeitung ver.di Neubrandenburg-Greifswald
Pfaff Richard IG Metall
Plater Jennifer ver.di
Pufal Marion Mitglied im ver.di Landesbezirksvorstand ver.di Niedersachsen/Bremen
Raad Ariane Gewerkschaftssekretärin ver.di Stuttgart
Rabisch Sönke Gewerkschaftssekretär ver.di
Rakowitz Dr. Nadja Mitglied der Redaktion des express. Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit ver.di
Rehm Fabian Gewerkschaftssekretär ver.di Hessen
Richter Manuela ver.di
Röckert Pascal Gewerkschaftssekretär ver.di Gießen
Salomon Lion IG Metall
Scheer Wolfgang ver.di
Scheringer-Wright Johanna stellv.Vorsitzende Ortsgruppe IG BAU Heiligenstadt
Schoppengerd Stefanie Redakteur Express ver.di
Schulz Michael IG Metall
Seppelt Jana Gewerkschaftssekretärin ver.di Stuttgart
Sieradzki Holm-Andreas Gewerkschaftssekretär ver.di
Soultina Eleni ver.di
Spöro Uta ver.di OV und Personalrätin Uniklinik Freiburg ver.di
Stadtmüller Bettina IG Metall
Stempel Max Projekt Perspektive U35 Hamburg ver.di
Stern Paul DGB Kreisvorsitzender Celle DGB
Thomas Martina Verdi/ Linke Rhein-Erft
Wesenick Katharina Gewerkschaftssekretärin ver.di Bund Handel
Wieck Joachim Diplom-Psychologe ver.di
Wils Sabine MdEP DIE LINKE im Europaparlament Ver.di Hamburg
Wizemann Sylvia ver.di
Wompel Mag LabourNet Germany ver.di
Zennig Karin Jugendsekretärin ver.di Hessen
Ziegler Petra Gewerkschaftssekretärin ver.di Hannover
Zimmermann Wolfgang ver.di
Zimmermann Sabine DGB Geschäftsführerin und Bundestagsabgeordnete DGB Südwestsachsen
Zysas Philipp Gewerkschaftssekretär IG Metall Ingolstadt

[Stand: 21.4.2013]

Ihr möchtet den Aufruf unterstützen? Dann schickt Name, Vorname und Funktion mit dem Betreff „Aufruf GewerkschafterInnen für Blockupy“ an Jana Seppelt (ver.di Stuttgart): jana.seppelt@verdi.de