Pressemitteilung: Blockupy mobilisiert mit Videos zu EZB-Protesten am 18. März

18nulldrei - Ausdruck

Blockupy-Bündnis
Frankfurt am Main, 15. Februar 2015

  • Blockupy mobilisiert mit Videos zu EZB-Protesten am 18. März
  • Filme können in Kinos und bei Veranstaltungen gezeigt werden

„18nulldrei – ich nehm mir frei!“ – mit Videos unter diesem Motto mobilisiert das bundesweite Blockupy-Bündnis zu seinem Aktionstag am 18. März in Frankfurt am Main. Die Clips können in Programmkinos, in Kulturhäusern und bei Veranstaltungen gezeigt werden. „Mit den Videos wollen wir alle ermutigen, sich den Mittwoch, 18. März, frei zu nehmen, krank zu machen oder zu streiken, um ihn mit uns zu einem Tag des Widerstandes gegen die europaweite Verarmungspolitik zu machen“, sagte Hannah Eberle vom Blockupy-Bündnis. „Gemeinsam wollen wir am 18.3. den Arbeitsalltag und die Eröffnungsfeier der neuen EZB im Frankfurter Osten mit Aktionen Zivilen Ungehorsams blockieren und unser Nein zur Krisenpolitik der Troika auf die Straße tragen.“

Die Kurzfilme zeigen Situationen, in denen Menschen ihre Erwerbsarbeit liegen lassen, um an den Aktionen gegen die Eröffnung der EZB teilzunehmen. So ist in einem der Videos ein Lehrer zu sehen, der vergeblich auf seine Schulklasse wartet, die bereits auf der Straße ist. Schließlich verlässt auch er den Raum – einen Blockupy-Beutel geschultert. Auch in den anderen Videos sind typische Situationen aus dem Arbeitsalltag vieler Menschen dargestellt: Eine Putzfrau lässt Eimer und Schrubber liegen, als sie im Flur des menschenleeren Bürogebäudes einen Blockupy-Flyer entdeckt. Die Videos geben Anstoß einen Tag lang den kapitalistischen Alltagszustand zu durchbrechen und gemeinsam mit tausenden Menschen aus ganz Europa auf die Straße zu gehen – gegen den krisenhaften, kapitalistischen Normalzustand.

Das Bündnis wird bis zum Aktionstag regelmäßig neue Videos veröffentlichen. Diese werden auf der Webseite https://blockupy.org/18m/kampagne/videos zur Verfügung gestellt und sollen weiterverbreitet werden. Hannah Eberle: „Wir würden uns freuen, wenn beispielsweise Programmkinos oder andere Kulturhäuser unsere Kurzfilme bis zum 18. März in ihren Pausen abspielen.“ Der Slogan und Motive aus den Videos werden sich auch auf Plakaten und Aufklebern wiederfinden, mit denen Blockupy zu dem Aktionstag mobilisiert.

Das Blockupy-Bündnis will den 18. März in einen europaweiten Tag des Widerstands gegen die Troika-Krisenpolitik verwandeln. Mit Blockaden am Vormittag sollen der Arbeitsalltag sowie die Eröffnungsfeier der EZB im Frankfurter Ostend gestört und behindert werden. Ab 14 Uhr ist auf dem Römerberg eine zentrale Kundgebung mit Kulturprogramm geplant; um 17 Uhr schließt sich eine große Demonstration durch die Innenstadt an.

Blockupy ist Teil eines europaweiten Netzwerks vielfältiger Bewegungen, Gewerkschaften, Parteien und Flüchtlingsinitiativen aus Italien, Spanien, Griechenland, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Frankreich und anderen Ländern, die Widerstand gegen das europäische Krisenregime leisten. Zusammen wollen wir eine europäische Bewegung schaffen, einig in ihrer Vielfalt, die die Macht des Krisenregimes und der Austeritätspolitik überwindet und
damit beginnt, Demokratie und Solidarität von unten aufzubauen. Als grenzüberschreitende Bewegung richten wir uns ausdrücklich gegen jede rassistische oder nationalistische Spaltung, Verschwörungstheorien und Antisemitismus. Das bundesweite Blockupy-Bündnis wird getragen von Aktivist_innen verschiedener emanzipatorischer Gruppen und Organisationen, darunter die Interventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften, Jugend- und Studierendenverbände, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei Die Linke, das Netzwerk Friedenskooperative und das Bündnis “umsGanze”.

Die Kampagne auf Twitter:
#18nulldrei – ich nehm mir frei!

Die Kampagne:
https://blockupy.org/18m/kampagne

Weitere Informationen:
https://blockupy.org