Podium und Diskussionsabend zum Auftakt des Blockupy-Aktiventreffens: Wo bleibt die transnationale Gegenöffentlichkeit?

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Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

Samstag, 9. Mai 2015, 19:00 Uhr
MEHRINGHOF, BERLIN-KREUZBERG
Gneisenaustr. 2A, Berlin, 2. Innenhof, Aufgang 3
Anfahrt: U7 oder U6 bis Mehringdamm

 

 

Massenmobilisierungen, Generalstreiks und Regierungswechsel scheinen das neoliberale Regime in Europa bisher nicht anzufechten, sondern eher zu verhärten. Auch wenn es ideologisch abgewirtschaftet hat und die Unzufriedenheit wächst – alternative Entwürfe für Europa werden diskreditiert oder ihre Existenz schlicht geleugnet. Massendemonstration in Irland und Spanien lassen auf weitere Regierungswechsel hoffen. Aber das Exempel, das gerade an Griechenland statuiert wird, zeigt, dass ein Regierungswechsel noch kein Erobern der Macht bedeutet.

Für uns bedeutet dies die Notwendigkeit der Aktivierung der Bevölkerungen sowie die Notwendigkeit transnationaler Vernetzung. Die Fragen, die wir uns dabei auch gerade als Blockupy-Bündnis stellen, lauten: Wo liegen Schwächen dieses Regimes? Wo kann eine Bewegung für eine Erneuerung der Demokratie ansetzen und welche Grenzen sind ihr gesetzt?

Thomasz Konicz (Journalist): Die skizzierte Situation wird aus Sicht des kritischen Journalisten kommentiert. Welche Chancen und Hemmnisse hat eine Bewegung gegen die Verarmungspolitik des Krisenregimes in Deutschland und europaweit? Was ist jetzt zu tun?

Achim Rollhäuser (Diktyo, Griechenland): Vom Wahlsieg von Syriza wurde eine neue Welle der gesellschaftlichen Mobilisierung erhofft. Welche Möglichkeiten haben Bewegungen in Griechenland, im Würgegriff der Troika? Was ist dort geplant und europaweit nötig?

Cristina Asensi (Plattform Democracia Real, Spanien): Der Zustrom zu den „Mareas“, den „Marchas“ und Podemos lässt Hoffnungen wach werden. Wie wird das Beispiel Griechenland in Spanien diskutiert, was lässt sich aus Erfolgen und Problemen lernen? Welche Rolle können die Bewegungen in Spanien und Europa spielen?

Michael Erhardt (IG Metall, DIE LINKE): Wie sieht ein konfliktbereites Verhältnis der Gewerkschaften zum deutschen Modell aus? Gibt es dazu konkrete Überlegungen? Dürfen wir (gemeinsame, europaweite) Aktionen erwarten nach dem Aufruf „Europa neu begründen“?

Moderation und Einführung: Blockupy-Aktivistin

(27. April 2015)


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