A2 Perspektiven der Selbstorganisierung.

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Workshop mit Arbeitern von der selbstverwalteten Fabrik VIO.ME und GenossInnen aus Griechenland und anderen Regionen

Occupied Factory VIO.ME (Greece) Antiauthoritarian Movement (Greece)

„Ihr seid verrückt!“ sagten viele Freund_innen der Arbeiter_innen der selbstverwalteten Fabrik VIO.ME, als diese sich entschieden, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen und sich selbst zu organisieren. In Griechenland und in vielen der sogenannten Krisenländer Europas ist dies aber schon lange kein Einzelfall mehr. Immer mehr Menschen, z.B.in Griechenland oder Spanien, experimentieren aus Hoffnung oder Not und zeigen Wege zur Selbstorganisierung auf. Selbstorganisierte Strukturen entstehen überall und vernetzen sich untereinander. So auch in und um Thessaloniki – soziale Zentren und Arztpraxen, Netzwerke ohne Zwischenhändler, selbstverwaltete Kollektive bauen zusammen eine reelle Gegenmacht auf. Beim Workshop wollen wir durch kurze Inputs, vor allem aus Griechenland, Möglichkeiten und Perspektiven der Selbstorganisierung aufzeigen. Wie können basisdemokratische Prozesse nicht nur als Modell für eine noch kommende Zukunft gesehen werden, sondern als Praxis im ‚Hier und Jetzt‘ Wirkung entfalten? Können solche Vergesellschaftungsprozesse Bewegungen zusammen bringen und eine Alternative zur jetzigen Ordnung anbieten?

Ziel der Diskussion ist es, diese Fragen auf einer europaweiten Ebene zu diskutieren. Anhand der Erfahrungen aus verschiedenen Ecken Europas wollen wir fragen, welche Rolle Selbstorganisierung und Vergesellschaftung von unten bei kommenden europaweiten Protesten, wie z.B. zur Eröffnung der EZB im Herbst 2014, spielen kann.