B1 Streik – Formen, Verständnisse, Grenzen

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Coordinamento Migranti Bologna (Italy), Global Project (Italy), Interventionistische Linke – IL Berlin (Germany), Strike Activists from Cologne (Germany)

Generalstreiks und wilde Streiks, Metropolen- und soziale Streiks, Pflege- und Bildungsstreiks, migrantische und Flüchtlings­streiks… Wir erleben bei Streiks als Mittel von Widerstand und für soziale Veränderung vielfältige Formen und Herangehensweisen. Was sind die jeweiligen Vorstellungen und Erwartungen? Was sind die Grenzen (u.a. bezüglich Symbolik oder Vereinzelung) und Herausforderungen (u.a. bezüglich der globalen Ausbeutungsketten)? Worin besteht der Unterschied zu Methoden des zivilen Ungehorsams? Wo liegen ögliche Verknüpfungen?

Und wie ist die Rolle der Gewerkschaften einzuschätzen? Während es Hoffnungen in eine Radikalisierung der ArbeiterInnenbewegung gab, verhandelten die meisten Gewerkschaften mit den Regierungen und dem Kapital auf nationaler Ebene über neue Sozialpakte. Dem Anstieg symbolischer Generalstreiks steht der fortgesetzte Rückgang von Arbeitskämpfen in der Produktion gegenüber. Und das hat nicht nur mit der Schwächung der gewerkschaftlichen Verhandlungsmacht angesichts der Globalisierung zu tun, sondern auch mit deren kooperativen Verhalten gegenüber dem Kapital. Gewerkschaften bleiben offensichtlich eingebunden in das Regime des nationalen Wohlfahrtsstaates. Was bedeutet das für die Perspektive eines neuen Internationalismus der ArbeiterInnenbewegung?

Wir wollen im Workshop u.a. diese Fragen aufwerfen und einige Erfahrungen der letzten Jahre kritisch reflektieren, um eine transnationale Perspektive diskutierbar zu machen.