Uni Goes Blockupy

Wir sind ein Zusammenschluss von hochschulpolitisch aktiven Gruppen. Wir wollen uns vor, während und nach Blockupy kritisch und tätig mit den Ursachen der Krise auseinandersetzen. Wir analysieren die Auswirkungen der Krise auf das Bildungssystem, ohne dabei grundsätzliche Fragen zu vernachlässigen.

Ist es nötig, dass nur noch gelehrt und geforscht wird, was von wirtschaftlichem Interesse ist?
Willst du akzeptieren, dass unter diesen Bedingungen dein Stundenplan von anderen bestimmt wird?
Willst du ein System unterstützen, dass dich nach abgeschlossenem Studium zur Langzeitpraktikantin macht, die nur mit Glück eine befristete Stelle erhält.

Denkst du, dass Bildung ein Menschenrecht sein sollte?
Deine Miete steigt und du fragst dich nach den Gründen?

BILDUNG IN DER KRISE

Weißt du, wie es in anderen Ländern aussieht?
In Großbritannien wurden die Studiengebühren so massiv erhöht, dass viele nur studieren können, wenn sie danach ein Leben lang Kredite abbezahlen. In Spanien ist mehr als ein Drittel der Jungakademiker_innen arbeitslos, und wer einen Job hat, verdient durchschnittlich nicht mehr als 1000 Euro. In Griechenland werden Universitäten privatisiert oder gleich ganz geschlossen, während Schüler_innen im Unterricht vor Hunger zusammenbrechen.

DER KERN DES PRONLEMS

Das alles passiert nicht zufällig, sondern hat eine gemeinsame Ursache: Entscheidungen, die zugunsten von Kapitalinteressen getroffen werden. Nichts anderes ist die europäische Krisenpolitik, in der Milliarden dafür ausgegeben werden, Banken zu retten, aber gleichzeitig bei Sozial- und Bildungsausgaben massiv gekürzt wird – besonders auf den Druck Deutschlands. Demokratische Grundsätze missachtend werden Entscheidungen gefällt, die am Ende Menschen treffen, die dabei nie ein Mitspracherecht hatten.

WAS TUN?

Wir wollen uns dieser Politik nicht beugen. Einer Politik die europaweit soziale Sicherungs- und Bildungssysteme kaputtspart stellen wir uns entschlossen entgegen. Als Studis kämpfen wir gemeinsam gegen die Sparpolitik der Troika. Unsere Alternative heißt Solidarität. Solidarität mit Student_innen in ganz Europa und der ganzen Welt. Solidarität mit allen, die unter der Sparpolitik und dem Krisenmanagement leiden. Wir lassen uns nicht vereinzeln durch Wettbewerbsdruck, Konkurrenzkampf und Nationalismus. Weder an der Uni, noch anderswo. Um das zu zeigen fahren wir nach Frankfurt zu den Blockupy- Aktionstagen. Dorthin, wo die EZB ihren Sitz hat, die mit ihrer Politik die Krise massiv verstärkt. Dort werden wir unseren Protest mit Menschen aus ganz Europa auf die Straße bringen. Nationalistische Thesen hetzen uns nicht gegeneinander auf. Unser Europa wird solidarisch von unten aufgebaut. Wir wollen unseren Protest aus den Universitäten nach Frankfurt tragen, weil wir diese Missstände an der Uni nicht angreifen können, ohne uns gegen die Krisenpolitik und das dahinterstehende kapitalistische System zu wenden.

Ihr wollt den Aufruf als Studentin, oder als Gruppe mit unterzeichnen? Vielleicht gleich als Hochschulgruppe, Fachschaftsinitiative, AStA, Stupa, Stura was auch immer!
Schreibt und eine Email an unigoesblockupy[@]riseup.net oder twittert uns an twitter.com/unigoesblockupy sucht uns auf Facebook Uni Goes Blockupy