Blockupy: „Unser Widerstand ist entschieden und besonnen“ / Bündnis weist Versuch der Polizei zurück, Protest zu kriminalisieren

Antikap Block vor der Kesselung

Das Blockupy-Bündnis hat den Versuch der Polizei zurückgewiesen, den Protest gegen die Kürzungspolitik der Troika zu einem polizeilichen Problem zu machen und zu kriminalisieren. „Die bisherigen Blockupy-Proteste haben deutlich gezeigt, dass die Gewalt von der Polizei ausgeht. Wir hoffen sehr, dass die Warnungen der Polizei nicht darauf zielen, ein erneutes, brutales Vorgehen gegen Demonstrierende im Vorhinein zu rechtfertigen“, sagte Blockupy-Sprecherin Jennifer Werthwein. „Für uns gilt wie auch in den Vorjahren – und anders als bisher für die Polizei: Wir sagen, was wir tun, und wir tun, was wir sagen. Von unseren Aktionen geht keine Eskalation aus, und wir werden uns nicht provozieren lassen.“

Ziel der Blockupy-Blockaden am 18. März sei es, den Arbeitsalltag der Europäischen Zentralbank und die Eröffnungsfeier für den neuen Standort im Frankfurt Ostend effektiv zu blockieren und zu stören. „Die Kürzungspolitik der Troika tötet. Sich denen in den Weg zu stellen, die diese menschenfeindliche Politik verantworten, ist nicht nur legitim – es ist dringend geboten. Das werden wir entschieden tun, und das werden wir besonnen tun.“, sagte Thomas Occupy vom Blockupy-Bündnis.“ An unseren Blockaden können sich auch Menschen beteiligen, die wenig Erfahrung mit Zivilem Ungehorsam haben. Auch Anwohnerinnen und Anwohner müssen keine Angst vor unseren Aktionen haben.“ Dabei werden sich die Aktiven an den gemeinsam formulierten Aktionskonsens halten. Dieser sieht vor, die Zugänge zur EZB mit „Sitz- und Stehblockaden, Straßentheater, Trommelgruppen und thematischen Gegenständen unseres Widerstands“ dicht zu machen.

Dasselbe gelte für die Demonstration am Nachmittag. „Wir wollen eine lebendige, bunte Demo, die von vorne bis hinten die gleichen farbigen Blockupy-Elemente zeigt mit Schirmen, Sonnenbrillen und so weiter. Wir wollen eine Demo, in der alle ungefährdet und unbeschadet mit demonstrieren können. Wir gehen gemeinsam los. und wir kommen gemeinsam an“, heißt es in dem vereinbarten Demo-Konsens. Eine Spaltung der Demonstrierenden in der Polizei genehme und nicht genehme Protestteilnehmerinnen und -teilnehmer werde das Bündnis nicht zulassen. Blockupy-Sprecherin Hannah Eberle: „Wir sind solidarisch mit allen, die unsere Ziele teilen.“