Unsere Antwort auf repressive Krisenpolitik: Das Aktionsprogramm

Blockupy Frankfurt

Blockupy ruft auch in diesem Jahr zu europäischen Tagen des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europäischen Union auf. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher Banken und Konzerne – den Profiteuren dieser Politik.

Donnerstag, 30.5.
» Anreise, Aktionstrainings und Versammlungen im Camp
Freitag, 31.5.
» Blockade der EZB und anschliessende Aktionen
» Abends Veranstaltungen und Kultur
Samstag, 1.6.
» Internationale Demonstration: Auftakt 11.00 Uhr am Baseler Platz
» Abschluss am Willy-Brandt-Platz an der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Kundgebung Und Asambleas zur Zukunft des Widerstandes

Blockade der EZB und Aktionen – Freitag

Gegen die Krisen- und Verarmungspolitik der Troika mit ihren dramatische Folgen setzen wir mit Blockupy ein Zeichen internationaler Solidarität. Der Schritt vom öffentlichen Protest zum Zivilen Ungehorsam ist jetzt nötig. Unser Aktionsziel am 31. Mai ist es, den üblichen Geschäftsablauf der EZB sowie anderer Akteure des Krisenregimes öffentlich sichtbar zu stören.

Die Blockade der EZB

Am Freitagmorgen werden wir uns mit mehreren Tausend Menschen aus verschiedenen Spektren und Protestkulturen auf den Weg ins Bankenviertel machen – als Demonstration und durch „Einsickern” von Bezugsgruppen. Gemeinsames Ziel ist es, die EZB so effektiv wie möglich zu blockieren.

Unsere Aktionsform sind angekündigte Massenblockaden, die aus Menschen bestehen werden. Mit Sitz- und Stehblockaden werden wir alle Korridore zum Eurotower dicht machen. Wenn uns die Polizei – wie im letzten Jahr – Gitter und Zäune in den Weg stellt und die EZB dadurch faktisch abriegelt, werden wir diese Absperrungen in unsere Blockaden einbeziehen. Mit kreativen Hilfsmitteln wie Großpuppen oder Absperrbändern, mit Transparenten, klassischen Sitzblockaden, Trommeln oder Straßentheater werden wir die EZB und alles, für was sie steht, „einsperren“.

Proteste Gegen die Krisenakteure und Profiteure

Wenn die EZB blockiert ist, werden wir am späten Vormittag einige exemplarische Profiteure der Krise mit Flashmobs und bunten Aktionen aufsuchen. Die Deutsche Bank, die Textilgeschäfte der Zeil, die Immobilienwirtschaft und der „Deportation Airport” stehen für die herrschende Politik des globalen Hungers, für die Ausbeutung der Menschen und Naturressourcen und für unseren Alltag des Kapitalismus – Niedriglohn-Arbeit, soziale Ausgrenzung, drückende Wohnungsnot und eine rassistische Abschiebepolitik.

Was Wir dieses Jahr anders machen wollen …

Unsere Aktionen sollen flexibler, unsere Kommunikation besser werden, dazu wird u.a. eine Vielzahl von Informationspunkten sowie ein Camp als gemeinsamer Schlafplatz und Ort für Versammlungen beitragen. Die Aktionen des zivilen Ungehorsams werden wir auf einen Tag konzentrieren.

Mit vielfältigen Aktionsformen wollen wir am 31.5. Frankfurt in eine bunte und laute Stadt des Protests verwandeln. Wir laden Euch ein: Bringt Eure Erfahrungen und Kreativität ein in die Vorbereitung und Umsetzung dieses Aktionsbilds, bildet Bezugsgruppen, ladet zu Aktionstrainings ein und macht Blockupy in Euren Netzwerken und Gruppen jetzt bekannt!

Internationale Demonstration – Samstag

Wir wollen eine kämpferische und entschlossene Demo, sie soll fröhlich, bunt und laut sein. Alle können sich ohne Bedenken beteiligen. Wir gehen gemeinsam los und kommen gemeinsam an.

Gemeinsam mit vielen tausend Menschen aus ganz Europa werden wir in Frankfurt zeigen, wo die Verantwortlichen für die Krisen- und Verarmungspolitik zu finden sind. Wir laden alle ein, sich an diesem Tag mit ihrer Betroffenheit, ihrer Wut und ihrem Engagement phantasievoll in den Protest gegen die Politik der Troika einzubringen. Zusammen zeigen wir auf den Straßen Frankfurts eine grenzüberschreitende, bunte und solidarische Bewegung, in der Nationalismus und Rassismus keinen Platz haben.