Aufruf

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Europäische Blockupy-Aktionskonferenz in Frankfurt

22. – 24. November 2013

Gegen das europäische Spardiktat, gegen das Kommando der EU-Troika, für Widerstand über alle Ländergrenzen hinweg, für echte Demokratie!

Tausende Aktivist_innen haben am 31. Mai und 1. Juni die Europäische Zentralbank aus Protest gehen die Politik der Troika erfolgreich blockiert. Die zentrale Einkaufsmeile Frankfurts war gesperrt, Geschäfte mussten schließen, laut wurde am Flughafen gegen Abschiebung protestiert, Banken und Immobilienfirmen wurden markiert. Das Recht auf Stadt wurde geltend gemacht, ein Care Mob zeigte die hohe Belastung insbesondere für Frauen durch die europäische Krise. Blockupy 2013 – das waren intensive und kraftvolle Tage der gemeinsamen Aktion und des gemeinsamen Widerstands. Wir haben in vielfältigen ungehorsamen Aktionen deutlich gemacht, wie die Krisenund Verarmungspolitik in unser Leben und in das Leben von Millionen Menschen auf der Welt eingreift.

Blockupy wird 2014 wieder da sein, um gegen die Eröffnung der neuen EZB-Zentrale zu protestieren. Wir stehen noch am Anfang unserer Planungen. Gemeinsam mit euch wollen wir die nächsten Schritte beraten.

Blockupy 2013 war auch ein weiterer Schritt auf dem Weg, Teil einer großen, gemeinsamen europäischen und globalen Bewegung zu werden. Diesen Weg wollen wir mit euch weitergehen und laden euch, die Freund_innen, Kolleg_innen und Genoss_innen aus ganz Europa und drüber hinaus ein, am Wochenende vom 22. bis 24. November 2013 zu einer europäischen Blockupy Aktionskonferenz nach Frankfurt zu kommen.

Die Blockupy-Aktionskonferenz steht am Ende einer Reihe verschiedener Treffen europäischer Bewegungen, Netzwerke und Organisationen im Herbst – in Barcelona, Amsterdam, Brüssel und Rom. Ziel aller Treffen ist es, Europa von unten zu verändern, den Austausch über Strategien und Praxen fortzuführen und neue transnationale Bewegungen zu formieren. Bei der Aktionskonferenz wollen wir mit euch die verschiedenen Erfahrungen von Protest und Widerstand in Hinblick auf den Aufbau eines anderen Europas austauschen und diskutieren. Ein Kern der Blockupy-Idee und -Praxis seit 2012 ist der
Versuch, Bündnisarbeit mit ungehorsamen, konfrontativen Aktionen, die auf Massenbeteiligung zielen, zu verbinden, um so in den Skandal der Krisenund Verarmungspolitik einzugreifen. Mit der Konferenz wollen wir einen Raum schaffen, Blockupy und andere Kämpfe weiter zu diskutieren, Möglichkeiten in der Zukunft auszuloten und ein europäisches, transnationales Blockupy 2014 in Angriff zu nehmen.

Wir haben ein doppeltes Ziel mit der Konferenz. Wir möchten:

  • eine strategische Debatte über die Gemeinsamkeiten, Differenzen und Leerstellen unserer Kämpfe führen.
  • Gemeinsam ausloten, wie Blockupy 2014 eine produktive Plattform und Kristallisationspunkt unseres transnationalen Widerstands gegen die Troika und Politiken der Krise werden kann.

Fragen, die wir klären wollen:

  • Wie können wir produktive und machtvolle Verbindungen zwischen unseren Kämpfen herstellen? Wie können wir gemeinsam für eine Veränderung der Kräfteverhältnisse sorgen?
  • In welchem Verhältnis denken wir ungehorsame Aktionsformen (Massenblockaden, soziale und General-Streiks, Platzbesetzungen und vieles mehr), Bündnisaufbau und gemeinsamen Aufbruch?
  • Wie können wir den Widerstand im Europäischen Süden und Norden zusammen bringen? Was sind die Bedingungen der verschiedenen Kämpfe im Europa der Krise? Wie verknüpfen wir dies mit den Zielen und Vorstellungen gemeinsamen Widerstands auch in Ländern wie Deutschland, als Zentrale des EU Krisenregimes, wo in den letzten Wahlen eine fast absolute Mehrheit für die Weiterführung dieser kapitalistischen Politik gestimmt hat?
  • Welche Rolle hat Blockupy 2014 im Kontext der europäischen Krise und der Krisenproteste?