Umzug & Aktion

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

#act – Umzug zur neuen EZB – wir packen mit an!

22. November | 14Uhr Paulsplatz | Frankfurt am Main

Aktions-Plakat
Aktions-Plakat

Während unsere Kolleg*innen, Freund*innen und Genoss*innen in Südeuropa weiterhin gegen die Verarmungs- und Verelendungspolitik der Troika rebellieren, zieht die EZB in ihren neuen Palast ein. Blockupy zieht auf die Straße.

Wir machen selbst einen Umzug zur neuen EZB und bringen ihr – in und mit zahlreichen Umzugskartons – all das zurück, was auf den Müllhaufen der Geschichte gehören. Denn wir brauchen weder rassistische und sexistische Spaltung, Verelendung, Privatisierung öffentlicher Gelder und Güter noch Kriege zur Ressourcensicherung – diesen Müll bringen wir zurück.

Wir packen mit an und tragen unsere Kritik vor die Tür der EZB, laufen zu den Eingangstoren und an den Zaun, hinter dem sie sich verschanzen. Wir werden dort sein, gemeinsam mit vielen Aktiven aus europaweiten Gruppen, Organisationen und Netzwerken. Wir denken und handeln mit kreativen Formen des zivilen Ungehorsams über alle Zäune hinweg. Mit uns gibt es keinen reibungslosen Umzug und keine reibungslose Krisenpolitik!

Route


Paulsplatz >> Berliner Straße >> Battonnstraße >> Hanauer Landstraße >> Sonnemannstraße >> Neue EZB

Aktionskonsens

Der Umzug zum neuen EZB-Gebäude ist, als angemeldete Demonstration, Teil des Blockupy-Festivals #talk #dance #act.

Blockupy lebt von der aktiven internationalen Beteiligung und versteht sich als Teil des internationalen Widerstandes gegen das europäische Krisenregime. Wir erklären uns solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, gegen das autoritäre Krisenmanagement und die Troika-Politik Widerstand zu leisten, um die demokratischen und sozialen Rechte der Beschäftigten, Prekarisierten und Erwerbslosen in Europa zu verteidigen. Reaktionäre und rassistische Positionen lehnen wir dabei entschieden ab. 

Der Umzug zur EZB ist im Aktionsbild beschrieben. Die Umzugskartons werden dabei gut sichtbar den Müll der Austeritätspolitik benennen. Mit ihnen protestieren wir gleichzeitig gegen die skandalöse Auflagenpolitik der Stadt und Polizei zur Blockupy-Demonstation 2013 und gegen den gewaltsamen Eingriff ins Versammlungsrecht durch den Frankfurter Kessel. Wir schließen damit an die Solidaritäts-Demonstration der Frankfurter Stadtgesellschaft im Juni 2013 zur Verteidigung des Versammlungsrechts an. Wir sagen: „Wenn ihr meint, ihr müsst auf Versammlungen Rucksäcke kontrollieren und Regenschirme verbieten, dann kommen wir mit Schirmen und Kartons wieder!“
Gemeinsam mit vielen unterschiedlichen Menschen werden wir unseren Umzug angekündigt und öffentlich durchführen. Während des Umzugs und der Proteste vor der EZB wollen wir eine Situation schaffen, die für alle transparent ist und in der die TeilnehmerInnen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützen. Wir werden den Umzug gemeinsam beginnen und gemeinsam beenden. Wir können dabei ein Zusammentreffen mit der Polizei nicht ausschließen. Möglicherweise werden Polizeikräfte versuchen, uns vom neuen Gebäude der EZB fernzuhalten. Wo nötig, werden wir Polizeiketten durch- oder umfließen, um zu unserem Ziel zu gelangen. Von uns wird keine Eskalation ausgehen. Einige von uns werden dabei durch körperschützende Materialien ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit in Anspruch nehmen.