Kulturprogramm

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Ausstellung

4 Jahre Neubau der EZB“ Ausstellung von Robert Schuler

15. – 23. November Ausstellungseröffnung: Samstag | 15.11. | 18:00 Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10:00-19:00 | Sa: 10:00-19:00 Buchhandlung „Land in Sicht“ | Rotteckstraße 13

Der Fotograf Robert Schuler hat zwischen Juni 2010 und
Juli 2014 den Bau der EZB auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle in Frankfurt von zwei Standpunkten aus dokumentiert. Auf 150 Fotos in Streifen werden diese Bilder in der Buchhandlung „Land in Sicht“ ausgestellt. Zwischen den Streifen ist Platz für Dokumente, Zeitungsartikel oder Notizen, um diesen Zeitverlauf zu kommentieren.

 

Feuer und Licht Performance

#dance

Freitag | 21. November | ca. 19:45 Vor dem Haus der Jugend | Deutschherrnufer 12

vor der Podiumsdiskussion wird es Gelegenheit geben, sich, zwischen #talk und #act, der Feuer & Licht Performance vom Projekt tanzkleinesleben aus Darmstadt zuzuwenden, die schnelle Tanzjonglage, garniert mit grooviger Musik, soll deutlich machen, dass Tanzen und Revolution unbedingt zusammengehören.

Kontakt: tanzkleinesleben@work-da.de

 

Lesung

Nitribitt – Frankfurter Ökonomien präsentiert:

Bini Adamczak – Kommunismus für Kinder

Samstag | 22. November | 20:00 KOZ | Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26-28

Na, das war ja nichts“, denken sich die Menschen. „Erst hat uns der Kapitalismus ganz unglücklich gemacht und dann ist er auch noch ständig schief gegangen.“ „Außerdem“, sagt ein Mensch laut, „haben wir den Kapitalismus jetzt wahrlich lange genug gehabt (200-500 Jahre lang nämlich) und das reicht ja nun wirklich. Es wird Zeit für was Neues. Denn Abwechslung muss sein.“

 

Party

#dance – blockupy soli party

Samstag | 22. November | 22:00 Faites votre jeu! | Klapperfeldstraße 5
Live on stage: hip hop von
TickTickBoom refpolk & pyro one, kobito, spezial k

im anschluss #party auf 2 floors (techno, electro, hip hop, funk): the vandaleys, lou jaynous & khiem, superhirn und weiteren Überraschungen.
Einlass ab 20:00

Mehr Infos

 

 

Konzert

CRIMINAL CODE ufo sekte STATE OF WASTE 

Samstag | 22. November | 21:00 Café Exzess | Leipziger Straße 91
dark post punk hardcore from Tacoma usa + support

 

 

Konzert

THE SENILES + FONDÜKOTZE + BIESTIG

Samstag | 22. November AU | In der Au 14-16

2 x Punk-Rock aus der Schweiz, genauer aus der Metropole und Bankenstadt Zürich, im Schweizer Umgangsjargon Zureich. THE SENILES glänzen mit Streetpunk alter Schule zum Großteil in Englisch und ein bisschen im eigenen Dialekt. Immer viel unterwegs und ständig von großem Durst auf gutes Bier geplagt. FONDÜKOTZE sind ein Konglomerat aus 2 Zürchern und einem Karlsruher im Durchschnittsalter bei 42 und enorm spritzig. Musikalisch angesiedelt im Hardcore Punk der 80er Jahre, hier zum Großteil in Schweizerdeutsch und ein bisschen Englisch. Dritte im Bunde sind BIESTIG, Girlie-Punk aus Karlsruhe. Das bei den Zwillingsschwestern die musikalische Früherziehung zum einen Teil aus Punk-Rock bestand, wird schnell deutlich. Schlagzeug und Gitarre/Gesang reichen, aus um wunderschönen Punk-Rock machen.

www.au-frankfurt.org

 

Matinee

Sonntag | 23. November | 11:00-13:00 Festsaal | Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim


Mit spätem Frühstück und mit einer satirischen Lesung aus den „Jahrbüchern für Extremismus und Demokratie“: „Das schrecklichste aus 25 Jahren Grauen oder das grauenhafteste aus 25 Jahren Schrecken“. Kultureller Support durch den „Dritte-Welt- Haus-Chor“ und den „Beschwerde-Chor“.

Das Schrecklichste aus 25 Jahren Grauen oder das Grauenhafteste aus 25 Jahren Schrecken

Lesung aus den Jahrbüchern „Extremismus & Demokratie“
Seit 1989 geben Uwe Backes und Eckhard Jesse die Jahrbücher „Extremismus & Demokratie“ heraus, die mittlerweile mehr als 10.000 Buchseiten umfassen. Auf den ersten Blick wecken die Jahrbücher den Verdacht, alle Vorbehalte gegen die Extremismus-„Theorie“ zu bestätigen. Auf den zweiten Blick verfestigt sich dieser Eindruck, auf den dritten wird er zur Gewissheit. Die Bestätigung geschieht teils überraschend ungeschminkt, manchmal versteckt, stellenweise durchaus humorvoll – doch trotzdem ist die Lektüre vor allem eins: schrecklich und grauenhaft.

About: dancing in the rain Performance der Gruppe 3 Berlin

Sie bewegen sich zwischen Lethargie, Ohnmacht und Unsicherheit. Zeitweilig mischen sich auch Hass gegenüber Fremden und Aggressivität gegen sich selbst unter ihr Handeln. Die Spirale der kapitalistischen Logik schnürt sich enger um ihren Hals, sie fühlen sich einsam, losgelöst, und ihr Auftreten und Verhalten nehmen immer absurdere Formen an. Sie wollen sich widersetzen, wissen aber nicht gegen was oder wen, geschweige denn wie….. Gedichte schreiben? Pyrotechnik? Kritisches Systemdesign? Wenn da nicht die permanente Angst wäre, die Angst davor, das bisschen, was man hat, auch noch zu verlieren… In dem kurzen Stück „About: dancing in the rain“ werden anhand von verschiedenen Texten, Bildern und anderen Akteuren die aktuellen Auswirkungen der europäischen Krise auf das einzelne Subjekt performativ untersucht und thematisiert.

Capitalympics“ vom Frankfurter Beschwerdechor

Schlau schlüpft der Chor in die Nöte der unter der Last der Wohlhabenheit leidenden Privilegierten und sticht mit spitzem Finger in deren Pickel, nämlich den sportlichen Ehrgeiz, sich immer mehr zu raffen und „leisten“ zu können. Diese Disziplin sollte demnächst bei Olympiaden eingeführt werden: hier gibt es schon eine klingende Reportage dafür.

Mit Lust den Frust verwursten“ lautet der Leitimpuls der Singenden, des Chorleiters Philipp Hoehler und der Pianistin Helga Streb. Die Produktion dieser Texte und des Arrangements durch die Gruppe bringt es mit sich, dass die Stimmen den Inhalt verkörpern, damit dieser nicht im Halse steckenbleibt.

 

Film

Citizen Four

13.-19. November | jeweils 17:45 Kino Mal Seh’n | Adlerflychtstr. 6

Dokumentarfilm von Laura Poitras | USA 2014 | 107 min. (englische OmU)
Mit Edward Snowden, Jacob Appelbaum, William Binney

Die Filmemacherin Laura Poitras beschäftigte sich 2013 gerade mit einem weiteren Film über die Auswirkungen der Anschläge des 11. September 2001 und dem daraus entstehenden Krieg gegen den Terror. Da erhielt sie E-Mails von jemandem, der unter dem Synonym „citizenfour“ Kontakt mit ihr aufnahm und behauptete, Informationen über die Überwachungstätigkeiten der britischen und amerikanischen Regierung zu haben. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dieser Person um Edward Snowden, der mit der Weitergabe von Geheimnissen über die Geheimdienstprogramme PRISM, Boundless Informant und Tempora einen der größten internationalen Datenschutz-Skandale der Geschichte aufdeckte. Poitras flog mit dem Guardian-Journalist Glenn Greenwald nach Hongkong, um das Material entgegen zu nehmen und den Whistleblower zu treffen. Dabei nahm sie auch ihre Kamera mit und verarbeitete die dabei entstandenen Aufnahmen zu der Dokumentation „Citizenfour“.

www.malsehnkino.de

 

Film

Mietrebellen. Widerstand gegen den

Ausverkauf der Stadt

Sonntag | 23. November | 16:30 HoRsT | Kleyerstraße 15

Dokumentarfilm von Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers | D 2014 | 78 min. | OmeU

Berlin. In den letzten Jahren hat sich die deutsche Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.

Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch einer urbanen Protestbewegung