Workshops

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Wirtschaftskrise: Ursachen – Folgen – Entwicklung

Freitag | 21. November | 10:00-13:00 Saalbau Bockenheim | Schwälmer Straße 28 | Clubraum 3

Verantwortlich: Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Sprache: Deutsch

 

 

Die Europäische Zentralbank: Feuerwehr und Brandstifter

Freitag | 21. November | 10:00-13:00 Saalbau Bockenheim | Schwälmer Straße 28 | Clubraum 2

Nicht erst seit Draghis Diktum, die EZB würde alles tun, um den Euro zu erhalten, ist die linke Kritik an der EZB häufig unscharf und widersprüchlich. Klar ist: Die Europäische Zentralbank ist nach wie vor einer der schärfsten Treiber bei der Umsetzung der Austeritätspolitik in zahlreichen europäischen Ländern. Dennoch verschwimmt das Bild zeitweise, wenn EZB-Direktoren unter anderem von der Bundesregierung eine stärkere Investitionstätigkeit fordern, um die Binnennachfrage zu stärken. In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, wie die EZB mit ihren Instrumenten die Austeritätspolitik mitträgt und an einigen Stellen sogar entscheidend voranbringt, diskutieren das vor kurzem ausgeweitete Programm zum Ankauf von Wertpapieren und werfen einen Blick auf mögliche Alternativen.

Mit Karsten Peters, Stephan Lindner (Attac Deutschland) Sprache: Deutsch

 

 

Aktions-Bastel-Workshop

Freitag | 21. November | 10:00 bis Samstag | 22. November | 14:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstraße 26-28 | Keller

Hier ist der Raum, um für die Aktion am Samstag Transparente und Umzugskartons zu bemalen, um körperschützende Materialien sowie weitere Protest-Tools und Argumentationshilfen gegen die Austeritätspolitik des europäischen Krisenregimes
zu basteln. Wir haben einiges an Bastel-Materialien da (Farbe, Kartons, usw.), können aber keine Rundumversorgung garantieren. Wenn es euch möglich ist, bringt eigenes Bastel-Material mit. Es wird eine Person anwesend sein, an die ihr euch wenden könnt, falls ihr Fragen habt oder Unterstützung benötigt. Sprache: Deutsch / Englisch

 

Was tun? Zum staatlich missachteten Grundrecht auf Versammlungsfreiheit

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Saalbau Bockenheim | Schwälmer Straße 28 | Clubraum 3

Die Versammlungsbehörde der Stadt Frankfurt hat sowohl 2012 als auch 2013 das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit für Blockupy – und 2012 auch für andere Organisationen – massiv eingeschränkt. 2013 hat die Polizei mit dem Kessel die Großdemonstration komplett verhindert. Rechtlich können immer wieder Teilerfolge erzielt werden, das reicht aber nicht. Der Streit ums Grundrecht auf Versammlungsfreiheit muss immer neu geführt werden, auf der Straße, gegenüber einer breiten Öffentlichkeit, vor Gericht. Aus Informationen zur Geschichte des Streits um das Versammlungsrecht sollen Überlegungen angestellt werden, wie der Streit aktuell weiterzuführen ist.

Mit Elke Steven, Komitee für Grundrechte und Demokratie Sprache: Deutsch

 

 

Aktionstraining: Fließen und Blockieren

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26-28 | Raum K 1

Eine praktische Einführung in (Blockupy-)Aktionen: Bezugsgruppen und Entscheidungsfindung, Durchfließen und Blockieren mit dem Körper.
skills for action www.skills-for-action.de

Sprache: Deutsch

 

 

Feministischer Aktionsworkshop: War starts here!

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Start: Vor dem Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26-28

Zu unserer feministischen Praxis gehört der Kampf gegen Krieg, Militarismus, Grenzregimes, soziale Ausgrenzung und Kapitalismus als deren Ursache. Unser politisches Ziel ist,
dass alle Menschen in einer herrschaftsfreien und solidarischen Gesellschaft leben können – und das weltweit. Teil der gesellschaftlichen Militarisierung ist das zunehmend selbstverständliche öffentliche Auftreten der Bundeswehr. Denn der Bundeswehr geht das Kanonenfutter aus – und so betreibt
sie ihr Werben fürs Sterben überall: in Schulen, ARGen, auf Ausbildungsmessen oder auf öffentlichen Plätzen. Eine „Karriere” als Soldat oder Soldatin wird dargestellt, als ginge es um einen ganz normaler Job. Aber: Deutsche Soldaten helfen beim Morden fleißig mit, sie unterstützen bei Invasionen und Besatzung. Sie reden gern von „Menschenrechten” und „humanitären Gründen”, dienen aber geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen. Den Werbern der Bundeswehr sagen wir als linke, feministische Frauen, die in der Tradition der Friedensbewegung stehen: Unsere Kinder kriegt ihr nicht! Wir bieten allen Teilnehmerinnen am Blockupy-Festival an, mit uns gemeinsam in einem aktionsorientierten Workshop widerständige Ideen zu entwickeln – und auszuprobieren!

Mit Nina Eumann, Katharina Schwabedissen (LISA) Sprache: Deutsch

 

 

Armut ist überall – gemeinsamer Widerstand ist nötig!

Freitag | 21. November | 14-16 Uhr Startpunkt: an der Hauptwache vor der Katharinenkirche

Bei einem Stadtspaziergang wollen wir Orte besuchen, die
im Zusammenhang mit Armut stehen, und dabei die sozialen Konsequenzen von Hartz IV-Politik in Deutschland und Troika-Politik in Europa kenntlich machen. Wir wollen mit Betroffenen und Passant*innen ins Gespräch kommen: Wir fragen nach den Ursachen für Armut und wollen gemeinsame Formen des Widerstandes dagegen entwickeln und ausprobieren. Stationen: Glitzernde Schaufenster und zugige Schlafplätze; Immer mehr haben immer weniger; Gerechtigkeit und Demokratie; Gedenken an die Opfer der Troika (bei Dunkelheit). Dieser aktionistische Workshop ist barrierefrei, findet jedoch nur in deutscher Sprache statt – wir freuen uns über Übersetzer*innen.
Initiator*innen:
Frankfurter Netzwerk der sozialen Arbeit, AG Frankfurter Erwerbslose in Aktion (FELIA) und AG Betrieb und Gewerkschaft der Partei DIE LINKE, Hessisches Erwerbslosennetzwerk, Bündnis „auf Recht bestehen“ Sprache: Deutsch

 

Stadtrundgang: Boom und Krise in der Stadt. Gentrifizierung und Verdrängung im Frankfurter Gallus

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Die Führung dauert gute zwei Stunden und beginnt an der S-Bahn Station Galluswarte, Ausgang Frankenallee.

Gentrifizierung beschreibt stadtteilbezogene Aufwertungsprozesse und die damit einhergehende Verdrängung ärmerer Bevölkerungsgruppen. Im Anschluss an die globale Krise von 2008 lässt sich gegenwärtig in vielen Städten in Deutschland und anderswo eine neuerliche Zunahme solcher Prozesse beobachten. Der Stadtteilspaziergang möchte am Beispiel des Gallus in Frankfurt einen Einblick in diese Dynamiken eröffnen und nachvollziehbar machen, worin der Einfluss staatlicher und privater Akteure besteht.

Veranstalter*in: AK Kritische Geographie Sprache: Deutsch

 

 

Stadtrundgang: Studierendenbewegung und Kritische Theorie 1968 in Frankfurt

Freitag | 21. November | 14-16 Uhr Treffpunkt: vor dem KOZ/Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim

1968 war Frankfurt eines der Zentren der Revolte, die sich hier vor allem rund um die Universität abspielte. Anhand zentraler Orte soll mit dem Stadtrundgang ein Eindruck über die Atmosphäre und den Verlauf der über die Universität hinausgehen- den Proteste vermittelt werden. Von der Rückkehr des Instituts für Sozialforschung, der Auseinandersetzung mit Vietnam und dem Nationalsozialismus bis hin zur Zersplitterung in K-Gruppen und Spontis, Betriebs- und Häuserkampf sowie der internationalen Vernetzung wird versucht, die Geschichte der „68er“ spazierend zu erkunden.

Sprache: Deutsch

 

 

Griechenland-Solidarität vor dem Hintergrund einer sich verschärfen- den politischen Krise in Griechenland und in der EU

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26-28 | 2. Stock | Raum K 4

Im Februar 2015 muss ein neuer Staatspräsident in Griechenland vom Parlament gewählt werden (benötigt werden 180 Stimmen von 300). Scheitert die Wahl, gibt es Parlamentsneuwahlen Anfang April. Syriza als z.Zt. stärkste Partei könnte die Regierung stellen mit einem Regierungsprogramm, das den Bruch mit der neoliberalen Austeritätspolitik beabsichtigt. Wieviel davon gegen das europäische Establishment durchgesetzt werden kann, hängt auch von der Stärke der europäischen
und nicht zuletzt deutschen Solidarität mit der griechischen Bevölkerung ab. In dem Workshop soll die aktuelle Lage in Griechenland dargestellt werden. Ansätze der Solidaritätsarbeit zu Griechenland sollen vorgestellt und Wege zu einer besseren Koordinierung der bisher eher versprengten und individualisierten Griechenland-Solidarität diskutiert werden. Dabei geht es unter anderem die Internetplattform Aconomy und die Idee einer Großveranstaltung in Berlin im Frühjahr 2015, die die zerstörerische Politik der Troika und der konservativen griechischen Regierung thematisiert und Alternativen für Griechenland und Europa aufzeigt.

Mit Gerhard Bock (Arbeitsgruppe „Griechenlandsolidarität“ bei Attac Deutschland), Paul Michel (internationale sozialistische linke – isl), Tom (Antifaschistische Linke Düsseldorf), Kölner Griechenland-Solidaritätskomitee, Gregor Kritidis (angefragt) Veranstalter*in: Initiative zur Vernetzung der Griechenland-Solidarität

Sprache: Deutsch

 

 

Was hat TTIP mit der Krisenpolitik der EU zu tun?

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Saalbau Bockenheim | Schwälmer Straße 28 | Clubraum 2

TTIP, CETA, TiSA – hinter diesen Kürzeln verbirgt sich eine neue Welle der neoliberalen Globalisierung. Jetzt geht es nicht mehr nur um Zölle, allerlei „Handelshemmnisse“ sollen geschliffen werden – vom Verbraucherschutz über Arbeitnehmerrechte

und Umweltstandards bis hin zur Finanzregulierung. Wir wollen einsteigergerecht die politische Idee hinter diesem Vorhaben veranschaulichen und einen Überblick über laufende Prozesse geben. Zudem wollen wir in die Diskussion über Widerstand einsteigen, die am folgenden Tag auch im Workshop „Von der Troika zu TTIP?“ der Fraktion DIE LINKE im Bundestag vertieft werden soll.

Mit Steffen Stierle und Roland Süß (Attac Deutschland) Sprache: Deutsch

 

Binnenmigration in Europa und die Organisierung von Migrant_innen

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26- 28 | Festsaal

Der europäische Jugendarbeitsmarkt, der sich durch hohe Arbeitslosenraten und interregionale und kontinentale Mobilität charakterisieren lässt, wird durch eine neue Generation Arbeitssuchender neu definiert. Die europäische Binnenmigration wächst und verändert ihre Form. Dies geschieht parallel zu neuen Ausbeutungsprozessen, sozialer Abgrenzung und Polarisierung zwischen Süd und Nord, Ost und West. Wie lassen sich junge und ausgebildete prekäre Arbeiter_innen im europäischen Arbeitsmarkt organisieren? Wie kann die kapitalistische Ausbeutung aufgrund von geopraphischen Unterschieden bestreikt werden? Das Ziel dieses Workshops ist, Erfahrungen zu teilen durch das Zusammenkommen von Gruppen, die migrantische Arbeiter_innen aus Spanien, Italien, Griechenland und Polen in Deutschland organisieren.

Mit Vanessa Bilancetti (Esc\Dinamo Press, Rome), Phil Butland, Judith Benda (DIE LINKE)
Sprache: Englisch

 

Hürden einer effektiven Teilnahme von Gewerkschaften an Prozessen wie Alter Summit, Blockupy und anderen „Allianzen“

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Haus der Jugend, Deutschherrnufer 12, Großer Saal

Gegenwärtig sind die Gewerkschaften in Bündnissen wie Blockupy oder Alter Summit nur schwach vertreten. Angesichts der selbstgestellten Aufgabe dieser Allianzen, gegen Austerität, TTIP und für „echte Demokratie“ in Europa zu kämpfen, ist die geringe Partizipation der Gewerkschaften ein Problem und offenbart die Schwäche dieser Bündnisse. In diesem Workshop möchten wir die Ursachen dieser Situation und spezifische Strategien von Gewerkschaften in verschiedenen EU-Ländern vor dem Hintergrund der derzeitigen Restrukturierung der EU diskutieren.
Mit
Felipe Van Keirsbilck, Generalsekretär der Centrale nationale des employés (CNE) (Belgien), und anderen Gewerkschafter*innen.
Veranstalter*in:
Alter Summit
Sprachen: Englisch/Französisch/Deutsch

 

Klimagerechtigkeit und Gemeingüter einfordern: Mobilisierung von unten?

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26-28 | Raum K 3

Mobilisierungen mit dem Schwerpunkt Klima nehmen zu, je näher die COP21 (United Nations Climate Change Conference) rückt. Viele Initiativen sind geplant, um die Kämpfe gegen große Infrastrukturen oder fossile Energien zu stärken. Im Sommer 2015 werden Massenaktionen in Deutschland organisiert und in ganz Europa werden Alternativen vorangetrieben. Alle betonen die Notwendigkeit einer gerechten sozialen und ökologischen Transformation, um den Klimawandel zu verhindern.
Wie können wir dieses Moment nutzen, um einen gemeinsamen Rahmen für unsere verschiedenen Kämpfe zu schaffen, der es ermöglicht, die Forderungen für soziale und Klimagerechtigkeit miteinander zu verbinden?
Mit
Hélène Cabioc’h (Attac Frankreich) und
Aktiven von
ausgeCO2lt (Anti-Kohle-Kampagne, Deutschland) Sprache: Englisch

 

Das Scheitern der „unternehmerischen“ Hochschule in Deutschland

Freitag | 21. November | 14-16 Uhr Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26-28 | Raum K 2

Seit etwa sieben Jahren werden die deutschen Hochschulgesetze nach dem aus dem angelsächsischen Wissenschaftsraum importierten Leitbild der „unternehmerischen Hochschule“ umgebaut: Die traditionelle akademische Selbstverwaltung wird durch ein zentralistisches Wissenschaftsmanagement abgelöst, „Wettbewerb“ wird zum bestimmenden Prinzip der Strukturen der Hochschule und der sozialen Beziehungen zwischen den Hochschulangehörigen. Es sollen Funktion und gesellschaftliche Folgen dieses Modells erörtert und Wege seiner politischen Überwindung diskutiert werden.

Mit Torsten Bultmann (Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – BdWi)
Sprache: Deutsch

 

Natur und Tiere in der gesellschaftlichen Krise. Im Keller des Gesellschaftsbaus: Krisengespräche für eine grenzübergreifende Befreiung

Freitag | 21. November | 14-16 Uhr Café ExZess | Leipziger Straße 91

Horkheimer beschreibt in seinem Text „Der Wolkenkratzer”
die kapitalistische Gesellschaft als hierarchisches Hochhaus,
in dessen Keller er die Tiere noch unter den am schlimmsten ausgebeuteten Menschen verortet. Wir wollen mit Euch über die Bedeutung dieses Kellers für die kapitalistische Ausbeutung von Menschen sprechen, über die enge Verbundenheit der Ausbeutung und Vernutzung von Tieren mit der ökologischen wie auch ökonomischen Krise, der sozialen und politischen Krise sowie über die Möglichkeit der Befreiung von Mensch, Tier und Natur.

Ausführlichere Beschreibung des Workshops unter: http://tierbefreiung2blockupy.blogsport.de/2014/11/02/workshop-auf-dem-blockupy-festival/
Mit Melanie Bujok, Philipp Knöterich und Larissa Deppisch (Bündnis „Tierbefreiung goes Blockupy“)
Sprache: Deutsch

 

Was hat TTIP mit der Krisenpolitik der EU zu tun?

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Saalbau Bockenheim | Schwälmer Straße 28 | Clubraum 2

TTIP, CETA, TiSA – hinter diesen Kürzeln verbirgt sich eine neue Welle der neoliberalen Globalisierung. Jetzt geht es nicht mehr nur um Zölle, allerlei „Handelshemmnisse“ sollen geschliffen werden – vom Verbraucherschutz über Arbeitnehmerrechte

und Umweltstandards bis hin zur Finanzregulierung. Wir wollen einsteigergerecht die politische Idee hinter diesem Vorhaben veranschaulichen und einen Überblick über laufende Prozesse geben. Zudem wollen wir in die Diskussion über Widerstand einsteigen, die am folgenden Tag auch im Workshop „Von der Troika zu TTIP?“ der Fraktion DIE LINKE im Bundestag vertieft werden soll.

Mit Steffen Stierle und Roland Süß (Attac Deutschland) Sprache: Deutsch

 

Binnenmigration in Europa und die Organisierung von Migrant_innen 

Freitag | 21. November | 14:00-16:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26- 28 | Festsaal

Der europäische Jugendarbeitsmarkt, der sich durch hohe Arbeitslosenraten und interregionale und kontinentale Mobilität charakterisieren lässt, wird durch eine neue Generation Arbeitssuchender neu definiert. Die europäische Binnenmigration wächst und verändert ihre Form. Dies geschieht parallel zu neuen Ausbeutungsprozessen, sozialer Abgrenzung und Polarisierung zwischen Süd und Nord, Ost und West. Wie lassen sich junge und ausgebildete prekäre Arbeiter_innen im europäischen Arbeitsmarkt organisieren? Wie kann die kapitalistische Ausbeutung aufgrund von geopraphischen Unterschieden bestreikt werden? Das Ziel dieses Workshops ist, Erfahrungen zu teilen durch das Zusammenkommen von Gruppen, die migrantische Arbeiter_innen aus Spanien, Italien, Griechenland und Polen in Deutschland organisieren.

Mit Vanessa Bilancetti (Esc\Dinamo Press, Rome), Phil Butland, Judith Benda (DIE LINKE)
Sprache: Englisch

 

Von der Troika zu TTIP? Wie können wir die Auseinandersetzungen von Blockupy mit denen gegen TTIP/TiSA/ CETA produktiv verknüpfen?

Samstag | 22. November | 10:00-13:00 Hörsaalgebäude | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 17-21 | Hörsaal I

Die „Krise“ ist nicht vorbei, sondern wurde durch eine „EU-Krisenpolitik“ aus (Sozial-)Kürzungen und marktradikalen Reformen sogar verschärft. Anstatt den Kurs zu korrigieren, treibt die EU nun Kürzungs-, Wettbewerbs- und Privatisierungspolitik sowie Demokratieabbau mit Abkommen wie TTIP, CETA und TiSA aggressiv weiter voran. Wir wollen fragen: Wo stehen „Anti-Krisen-Bündnisse“ und Blockupy heute? Kann aus den Protesten gegen TTIP & Co. in Deutschland eine neue kapitalismuskritische Dynamik entstehen? Wie lassen sich die Kämpfe gegen das EU-Krisenregime mit denen gegen die EU-Freihandelspolitik verbinden? Welche Rolle kann DIE LINKE. im Bun- destag dabei spielen?

Diskussion mit: Alexis Passadakis (Seattle to Brussels Network, „ttip-unfairhandelbar“), Roland Süß, Attac / Blockupy, Michael Ehrhardt, stellv. Vorsitzender DIE LINKE. Hessen / 1. Bevollmächtigter IG Metall Frankfurt/M., Sabine Leidig (MdB DIE LINKE) und Nicole Gohlke (MdB DIE LINKE, Moderation)

Veranstalter: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag Sprache: Deutsch

 

Hochschule in der Krise?!

22. November | 11:00-13:00 Hörsaalgebäude | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstraße 17-21 | Hörsaal 7

Haben die Wirtschaftswissenschaften in der Krise versagt? Wie und in welchem Rahmen kann kritische Wissenschaft an den Hochschulen noch stattfinden? Welche Rolle können Studierende bzw. kritische WissenschaftlerInnen beim Widerstand gegen neoliberale Krisenlösungsstrategien spielen?

Mit Alex Demirović (Goethe-Universität Frankfurt) Veranstalter: DIE LINKE. SDS
Sprache: Deutsch

 

Das Recht, Europa zu entscheiden

22. November | 19:00-22:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26-28 | Raum K 2

Die „Charta für Europa“ ist ein unvollendetes Dokument, das aus den sozialen Kämpfen der letzten Jahre entstanden ist und nach einer kollektiven europäischen Subjektivität ruft. In diesem Workshop werden wir auf die Rolle der Charta als Werkzeug gesellschaftlicher Veränderung eingehen, indem wir einige vergleichbare historische Beispiele präsentieren, wie die Große Charta des Waldes (1225), die Charta der Frauen für Rechte und Freiheiten (1910) oder die Charta des Gesellschaftsver- trags von Rojava. Unsere Herausforderung ist es, die Arbeit
an der Charta für Europa fortzusetzen; wir verstehen sie als
den Prototyp einer europäischen Verfassung von unten. Die bisherigen Schritte des Entstehungsprozesses der „Charta für Europa“ werden in diesem Artikel erklärt: www.internationaleonline.org/research/real_democracy/charter_for_europe_1_2
Veranstalter:
Fundación de los Comunes www.fundaciondeloscomunes.net/en

 

Degrowth – eine antikapitalistische Perspektive?

22. November | 19:00-21:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 26-28 | Raum K 1

Wachstum ist die Universalantwort auf die aktuelle kapitalistische Krise von Merkel über Obama bis Tsipras. Die ergänzend genannten Begriffe „Nachhaltigkeit“ oder „Green economy“ verdecken nur schlecht das Offenkundige: den Wahnsinn, bei begrenzten Ressourcen ohne Limit produzieren zu wollen. Doch nicht der Exzess muss gestoppt werden, sondern die Gesellschaft überwunden werden, die ihn fordert und fördert. Mit Alpha Kappa (GR) wollen wir aus dieser Perspektive das Konzept Degrowth diskutieren.

Veranstalter*in: Ums Ganze Sprache: Englisch

 

Brauchen wir eine linke Einheit?

Samstag | 22. November | 19:00-22:00 Hörsaalgebäude | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 17-21 Hörsaal I

Die Geschichte der Linken besteht zu einem großen Teil aus Zusammenschlüssen und Spaltungen linker Organisationen und Parteien, gemeinsamen politischen Aktionen und Splittergruppen, Aufforderungen zum gemeinsamen Kampf und Bestrebungen für eine „klare“ politische Position. Verfechter beider Seiten betonen die Bedeutung ihres Gesichtspunktes für die Überwindung des Kapitalismus durch soziale Revolution oder schrittweise Reformen.

Obwohl die Forderung nach linker Einheit aktuell wieder von zahlreichen Organisationen und Parteien erhoben wird, bleibt sie bis heute opak und umstritten. Die Diskussion will die Frage nach der Notwendigkeit einer linken Einheit heute zur Debatte stellen und zu einer Klärung beitragen. Was ist ihre Aktualität, wo liegen ihre Wurzeln und welches sind ihre Perspektiven?

Sprecher*in: Stefan Engel(Mlpd), Felix( IL Frankfurt), Paul B. Kleiser(isl), Die Linke Veranstalter*in: Platypus Affiliated Society, Frankfurt/M. Sprache: Deutsch

 

Solidarität mit Rojava. Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?

Samstag | 22. November | 20:00-22:00 Türkisches Volkshaus | Werrastraße 29 | Thekenraum

Seit drei Jahren entsteht in den überwiegend kurdischen Gebieten Nordsyriens („Rojava“ genannt) ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung. Rojava wird nun vom djihadistischen IS mit Hilfe der umliegenden Staaten angegriffen. Mit sehr begrenzten Mittel leisten die Menschen einen erbitterten Verteidigungskampf und entwickeln ihr System stetig weiter. Diese Umstände haben uns dazu bewogen, eine Spendenkampagne und andere Solidaritätsprojekte für Rojava in die Wege zu leiten, denn der Kampf um Befreiung ist international.

Veranstalter*in: Dachverband der Studierenden aus Kurdistan in Europa (YXK), Interventionistische Linke iL

 

Die Linke und der Konflikt rund um die Ukraine

Samstag | 22. November | 20:00-22:00 Türkisches Volkshaus | Werrastraße 29 | Spiegelsaal

Seit dem Beginn der Proteste auf dem Maidan ist die Ukraine im Fadenkreuz der NATO. Der Bundesregierung kam bei diesem Eskalationskurs mittels publizistischen Säbelrasselns, wirtschaftlicher Erpressung und verschärfter militärischer Kraftmeierei eine Schüsselrolle zu. Angesichts dessen fiel die Reaktion der Friedensbewegung erschreckend uneinheitlich und entsprechend schwach aus. Ausgehend von Fragen wie Sind Merkel und Obama die Guten? Ist Putin der „Böse“? wollen wir entwickeln, wie eine nicht-sektiererische, möglichst massenwirksame linke Politik zur Ukraine aussehen könnte.

Mit Paul Michel, Autor bei „Sozialistische Zeitung“ (SOZ) Veranstalter*in: internationale sozialistische Linke (isl) Sprache: Deutsch

 

Prekarität, die Regierung der Mobilität und der transnationale Streik: Jenseits der Mobilisierung des 14N

Samstag | 22. November | 19:00-22:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim |
Mertonstr. 26-28 | Raum K 3

Im Anschluss an die Diskussion des Blockupy-Bündnisses in Brüssel, an den sozialen Streik des 14. November in Italien und an den transnationalen Aktionstag gegen Prekarität zielt dieser Workshop darauf, die politischen Herausforderungen zu diskutieren, die mit der Prekarität, Ausbeutung und Mobilität der Arbeit verbunden sind. Wir werden gemeinsame Positionen diskutieren, die mit den Kämpfen der Erwerbslosen, der prekären Arbeiter_innen, der Studierenden und Migrant_innen verbunden sind. Wir werden uns auf die Organisation von Kämpfen gegen Workfare und miese Jobs konzentrieren und Konzepte wie das europäische Sozialmodell, den europäischen Mindestlohn, das Grundeinkommen hinterfragen. Wir fokussieren auf neue Perspektiven der Mobilisierung, die davon ausgehen, dass Europa unser gemeinsames Kampffeld ist, und wollen die Idee eines transnationalen europäischen Streiks erörtern.

Mit Aktivist*innen von Dinamopress (Italien) und Precarious (Dis)Connections (Italien)

 

Wie man sich Gläubiger*innen widersetzen kann

Sonntag | 23. November | 10:00-13:00 Hörsaalgebäude | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 17-21 Hörsaal H 5

Ein Workshop über Widerstände, die gegen das Schuldensystem organisiert werden. Begonnen wird mit bereits vergangenen Erfahrungen der Schuldenabschaffung (Ecuador, Argentinien) und einer Darstellung der gegenwärtigen Erfahrungen des International Citizen Audit Network (ICAN).

Mit Chiara Filoni, Comité pour l‘Annulation de la Dette du Tiers Monde (CADTM)
Sprache: Englisch

 

NoExpo – Widerstand gegen die Expo in Mailand

Sonntag | 23. November | 10:00-13:00 Hörsaalgebäude | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 17-21 Hörsaal H 2

Der 1. Mai 2015, der Tag der Eröffnung der Expo2015, wird auf der Agenda der europäischen sozialen Bewegungen stehen. Es wird eine große Mobilisierung in und nach Mailand geben. In diesem Multimedia-Workshop erklären wir mit Hilfe von Karten, Fotos, Geschichte und verschiedenen Objekten, warum die Expo ein Instrument ist, um die territoriale Governance öffentlicher Ressourcen und Gemeingüter zugunsten privater Profite zu transformieren. Die Expo als Modell generiert Werkzeuge und einen Ausnahmezustand, der dann strukturell wird, wie etwa im Falle der Arbeitsplätze auf der Expo. Die dortigen Arbeitsbedingungen werden jetzt mit dem JobsAct der Regierung Renzi verallgemeinert. Wir werden versuchen, den Faden zu verfolgen und zu illustrieren, der das falsche Bild der Expo mit der neoliberalen Austeritätspolitik, der Troika und Abkommen wie TTIP verbindet. Wir werden Werkzeuge koordinieren, um die Bedeutung des Kampfes von NoExpo und die Gründe für ein großes europäisches Ereignis am 1. Mai in Mailand zu verstehen.

Information und Materialien:
www.noexpo.org, www.offtopiclab.org/wp-content/ uploads/2013/09/expopolis.pdf, www.offtopiclab.org/kit/ Veranstalter*in:
Attitude NoExpo Network, Mailand. Sprache: Englisch

 

Widerstand gegen den G7 Gipfel im Juni 2015

Sonntag | 23. November | 10:00-13:00 Hörsaalgebäude | Uni-Campus Bockenheim | Mertonstr. 17-21 Hörsaal H 11

Liebe Aktivist*innen,
wir würden Euch gerne über den Stand der Vorbereitungen der Proteste gegen das G7 Treffen im kommenden Jahr informieren und mit Euch über Möglichkeiten des Protestes und des Widerstandes in diesem Workshop diskutieren. Wir betrachten die Mobilisierung gegen den G7-Gipfel am 7. und 8. Juni 2015 auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen als Teil vielfältiger Protestbewegungen wie der Blockupy-Bewegung, der Anti-Kriegs-Bewegung, der antirassistischen Bewegung, der Kämpfe für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und der Proteste gegen Umweltzerstörung.
Mit zwei Aktivisten des
Bündnisses gegen den G7 Gipfel. Sprache: Deutsch (nach Möglichkeit mit Flüsterübersetzung ins Englische)

 

Basisdemokratie in Entwicklung (#LoadingDemocracy)

Sonntag | 23. November | 10:00-13:00 Studierendenhaus | Uni-Campus Bockenheim |
Mertonstr. 26-28 | Raum K 1

Im Workshop „Basisdemokratie in Entwicklung“ (#Loading- Democracy) soll ein neues Bottom up-Verfahren vorgestellt werden, das sich auch für die partizipative Entscheidungsfindung in großen Gruppen eignet. Dazu wird es zum Blockupy-Festival ab Donnerstag bis Samstag 18 Uhr eine anonyme Basisbefragung unter Aktivisten geben. Ein Teil der Ergebnisse der Befragung wird im Workshop sortiert, diskutiert und via Mind-Mapping in einen semantischen Gesamtzusammenhang gebracht.

Mit Janonymous u.a. (Piraten, EDJ/Occupy Würzburg, Berlin) Sprache: Deutsch

 

Anketten und blockieren: Über die Möglichkeit, der kapitalistischen Ausbeutungsmaschinerie nicht nur symbolisch, sondern direkt Sand ins Getriebe zu streuen
23. November, 10-13 Uhr Studierendenhaus, Uni-Campus Bockenheim, Mertonstr. 26-28, Raum K 3

Anhand von Beispielen aus der Praxis werden verschiedene Techniken und Materialien vorgestellt, mit deren Hilfe Betriebe, Wege, Baustellen u.a. effektiv blockiert und besetzt werden können. Welche Möglichkeiten haben sich in der Vergangenheit bewährt? Was für Risiken birgt diese Aktionsform und welche juristischen Folgen kann sie haben?

Mittels Bildern, Anekdoten und kurzen Videos wird euch ein Einblick in diese Aktionsform gegeben. Auch könnt ihr ausprobieren, wie es sich anfühlt, sich mit dem Arm oder Hals an einen anderen Gegenstand zu ketten.

Den Workshop wird ein Aktivist der „Kampagne gegen Tierfabriken – Niedersachsen“ durchführen.
Sprache: Deutsch